Sonntag, 26. Juli 2015

Here's to jjsb4a

Vielleicht erinnern Sie sich an meinen Post über den glücklosen Versuch, JSR 223 unter Android lauffähig zu machen. Damals habe ich beschrieben, dass es nicht klappt, weil in javax.script.ScriptEngineManager auf die nicht vorhandene Klasse sun.misc.Service zugegriffen wird. Und ich hatte angedeutet, mir Gedanken über eine entsprechende Wrapper-Klasse zu machen. Denn seit Java 6 gibt es mit ServiceLoader ja eine Alternative, die auch unter Android vorhanden ist.

Der Wrapper ist in trivialer Form fertig. Damit steht JSR 223 unter Android zur Verfügung. Oder auch nicht, denn die Rhino-Version, die mit der Referenzimplementierung ausgeliefert wird, erzeugt zur Laufzeit Bytecode. Und das klappt unter Android aus naheliegenden Gründen nicht. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann dies in zwei Talks tun, die ich auf dem Herbstcampus und der TopConf Linz halten werde.

Allerdings ist in Android ja ein moderner JavaScript-Interpreter enthalten. Auf ihn zugegriffen werden kann über die Klasse WebView, also die Browser-Komponente. Warum sollte sich dies nicht nutzen lassen, um doch noch JSR 223 lauffähig zu bekommen?

Hier kommt mein Mini-open source-Projekt jjsb4a ins Spiel, das seit heute auf GitHub zu finden ist. Der unaussprechliche Name bedeutet übrigens Java-JavaScript-Bridge for Android. Derzeit kommt die Brücke noch nicht als eigenständiges Jar daher, sondern in Gestalt einer Demo. Sie befindet sich nämlich noch im Rohbau. Erste kleine Versuche sind aber möglich.

Übrigens wäre Android vermutlich nicht Android, wenn es nicht auch hier ein kleines caveat geben würde. Mehr dazu finden Sie im readme.

Sonntag, 12. Juli 2015

Es will einfach nicht klappen, Ausgabe 20150712

Seit vielen Versionen ist es out of the box möglich, aus Java heraus Scriptsprachen aufzurufen. Der JSR 223 (Scripting for the Java Platform) hat nämlich schon mit Java SE 6 Einzug in die Plattform gehalten.

ScriptEngineManager m = new ScriptEngineManager();

ScriptEngine engine = m.getEngineByMimeType("application/javascript");

String program = "print('Hello, World!')";

try {

    engine.eval(program);

catch (ScriptException ex) {

    LOGGER.log(Level.SEVERE, null, ex);

}


Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich meine Java-Gewohnheiten gerne auch unter Android ausleben möchte. Warum also nicht zum Beispiel auf die oben gezeigte Weise JavaScript integrieren? Erste Antwort: weil das Paket javax.script einschließlich seiner Unterpakete nicht in der Android-Klassenbibliothek enthalten ist. Gut, aber zu jedem Java Specification Request gibt es eine Referenzimplementierung. JSR 223 macht da keine Ausnahme. Warum also nicht diese nutzen? Die wenigen Jars sind schnell hinzugefügt, der Code wird übersetzt, die App startet. ...rrruuuuuuummmmsssss...... Vielleicht erinnern Sie sich ja an meine glücklosen Versuche, JAX-WS zu nutzen. Der Pessimist in mir ist nun geneigt zu fragen, warum es gerade jetzt hätte funktionieren sollen. Aber natürlich ist einfach so aufgeben uncool, und deshalb habe ich kurz den Debugger bemüht. Das ernüchternde Ergebnis: die Implementierung möchte gerne die Klasse sun.misc.Service nutzen. Und die ist (natürlich) nicht vorhanden. Was bedeutet das?

JSR 223 setzt auf einen einfachen Serviceprovider-Mechanismus, der an unterschiedlichen Stellen in der Java-Standardklassenbibliothek Verwendung findet. Dazu wird in einem .jar-Archiv eine Textdatei META-INF/services abgelegt, die der Java-Konvention für Klassennamen folgt, zum Beispiel javax.script.ScriptEngineFactory. Sie enthält eine Liste von Klassen, die das Interface mit dem Namen der Datei implementieren. Auf diese Weise findet eine Entkopplung zwischen Vertrag und Implementierung statt. Bleibt die Frage, wie die Auflösung bzw. das Finden der implementierenden Klassen funktioniert. Tja, und hier kommt sun.misc.Service ins Spiel. Übrigens gibt es seit Java 6 die Klasse ServiceLoader. Sie scheint aus Service hervorgegangen zu sein. Die kennt Android seit API Level 9 sogar.

Dumm nur, dass die Referenzimplementierung von JSR 223 sie nicht nutzt. Mal sehen, ob ich mir in einer ruhigen Minute mal ansehe, wie aufwendig der Umzug wäre...

Mittwoch, 8. Juli 2015

Android Emulator funktioniert nicht mehr – und was man dagegen tun kann

Kennen Sie das? Man ärgert sich über ein Problem, geht ihm aber nicht entschlossen genug nach. Bei mir war dies bei dem folgenden Dialog so…:

Screenshot: Android Emulator-Absturz

Er erschien sehr oft, wenn ich das Android Emulator-Fenster schließen wollte. Aber eben nicht immer. Heute habe ich mir vergegenwärtigt, was ich (üblicherweise) in welcher Reihenfolge tue:

  1. Android Studio beenden
  2. Emulator beenden

Halt. Warum nicht einfach diese Reihenfolge umkehren? Um es kurz zu machen – die Abstürze sind weg. Ich verkneife mir an dieser Stelle eine tiefgreifende Analyse und freue mich über den nicht mehr erscheinenden Dialog.

Freitag, 3. Juli 2015

Schöne neue Welt, Teil 3

In meinem vorherigen Post hatte ich eine Lösung für das nicht so ganz einfache Speichern von Fenstergröße und -position in JavaFX angedeutet. Wer sich meine Implementierung ansehen möchte, sollte einen Blick auf folgendes Bitbucket Snippet werfen.
Das Dilemma war ja, dass die vier Propertyänderungen zu unterschiedlichen Zeiten auflaufen. Ich sorge nun einfach dafür, dass Aktualisierung innerhalb einer Sekunde genau einmal betrachtet werden - und zwar nochmal eine Sekunde später. Nehmen Sie an, das Fenster wurde verschoben oder vergrößert. In diesem Fall ändert sich entweder das Paar x/y, oder Breite/Höhe. Die erste Änderung sorgt dafür, dass ein Thread gestartet wird. Dieser wartet eine Sekunde, und schreibt dann Position und Größe in die Benutzereinstellungen. Die zweite Änderung darf nicht noch einen neuen Thread starten. Das verhindere ich auf triviale Weise, indem ich einfach prüfe, vor wie vielen Millisekunden die letzte Änderung stattgefunden hat. Alles was kürzer als 1 Sekunde zurück liegt, wird verworfen. Da es sehr wahrscheinlich ist, dass alle vier Änderungen innerhalb von 1000 Millisekunden feuern, wird nur einmal der Zustand gesichert.
Auf diese Weise bekomme ich auch den inkonsistenten Zustand beim Maximieren in den Griff. Probeiren Sie es am besten einfach aus.

Montag, 29. Juni 2015

Schöne neue Welt, Teil 2

In meinem vorherigen Post hatte ich geschrieben: Deshalb bietet es sich an, auch Positions- und Größenänderungen des Fensters zu überwachen, und die Werte im nicht maximierten Zustand zu sichern. Allerdings sieht JavaFX 8 meines Wissens nach keine Möglichkeit vor, sich mittels setOn…() über Änderungen der Fenstergröße oder –position informieren zu lassen. Meine Intention war deshalb, für die Properties x, y, width und height jeweils einen ChangeListener zu registrieren. Diese hätten zunächst geprüft, ob das Fenster maximiert wurde. Ist dies nicht der Fall, wären die jeweiligen Eigenschaften in die Preferences geschrieben worden.

Nun ist klar, dass das Anklicken des Volle Größe-Widgets zu Änderungen an allen vier Eigenschaften führen muss. Unerwartet ist für mich aber gewesen, dass die gemeldeten Koordinaten nicht zur maximized-Property passen. Hierzu ein Screenshot. Die Ausgaben sind unmittelbar nach dem Anklicken des Fensterwidgets entstanden. Die ersten beiden Ausgaben beziehen sich auf die ursprüngliche Breite und Höhe des Fensters. Die letzten beiden hingegen (x- und y-Position) entsprechen dem maximierten Zustand.

Bildschirmausgaben in der NetBeans-Console

Warum ist dies unbefriedigend? Da es keine Möglichkeit gibt, alle vier Angaben (Position und Größe des Fensters) in einem Rutsch zu ermitteln, tröpfeln die Änderungen in nicht vorhersehbarer Reihenfolge ein. Für das Speichern in den Benutzereinstellungen wäre es aber wichtig, alle Werte zum selben Zeitpunkt ermitteln zu können. Ich glaube, dass so etwas in das Framework gehört. Bis es soweit ist, können Sie sich aber mit einem Workaround behelfen, den ich im nächsten Post vorstellen werde.

Wie gehen Sie mit dem Problem um? Schreiben Sie mir…

Sonntag, 28. Juni 2015

Schöne neue Welt

Kann sich noch jemand an den JSR 296 erinnern? Er spezifiziert ein Swing Application Framework, das die reichlich vorhandenen Bausteine von Swing insbesondere für den unerfahrenen Entwickler sinnvoll zusammenfasst. Leider wurde der Java Specification Request nie in eine Java-Version übernommen. Gut, mittlerweile ist Swing ebenfalls obsolet. Jedenfalls war ein recht nützliches Feature das sich Kümmern um Fensterzustände. Wird die Anwendung beendet, speichert das Framework Größe und Position in einer .properties-Datei. Warum man in der Referenzimplementierung seinerzeit nicht die Preferences API genutzt hat, verstehe ich übrigens bis heute nicht. Anyway. Die spannende Frage ist nun: wie sieht das unter JavaFX aus? Unterstützt der Swing-Nachfolger den Entwickler mit fertigen Hilfsklassen? Die nicht überraschende Antwort ist: im Prinzip ja. Eigentlich ist alles vorhanden. Wie schon bei Swing muss man sich den entsprechenden Code aber selbst zusammenhacken.

Man findet im Netz einige Posts zu dem Thema. Meistens wird vorgeschlagen, mit stage.setOnCloseRequest() einen EventHandler zu setzen, der Position und Größe der main stage ausliest und mit der Preference API persistiert. Beim (erneuten) Start der Anwendung werden die gespeicherten Werte ausgelesen und vor dem Aufruf von stage.show() gesetzt. Soweit, so gut. Was ich bislang nirgendwo gelesen habe: man sollte zusätzlich abspeichern, ob das Fenster beim Beenden maximiert war, und diesen Zustand beim Start wiederherstellen. Andernfalls erscheint das Fenster nämlich nur “irgendwie groß”, weil zwar Breite und Höhe auf volle Größe gesetzt werden, aber das korrespondierende Widget nicht den richtigen Zustand hat. Noch ein Caveat: ist das Fenster maximiert, dürfen Position und Größe nicht übernommen werden, damit beim erneuten Anklicken die ursprüngliche Größe wiederhergestellt werden kann. Also:

  • beim Beenden immer abspeichern, ob das Fenster maximiert ist (stage.isMaximized())
  • nur wenn das Fenster nicht maximiert ist, Position und Größe sichern

Beim Start der Anwendung…

  • immer setMaximized() mit dem gespeicherten Wert setzen; Standardwert ist false
  • Position und Größe auslesen und, sofern vorhanden, setzen

Es gibt einen Sonderfall, den meine Lösung nicht berücksichtigt. Verschiebt man ein nicht maximiertes Fenster oder ändert seine Größe, maximiert es danach, und beendet dann die Anwendung, so erscheint das Fenster nicht an der erwarteten Position und in der erhofften Größe, wenn man nach einem Neustart die Maximierung aufhebt. Deshalb bietet es sich an, auch Positions- und Größenänderungen des Fensters zu überwachen, und die Werte im nicht maximierten Zustand zu sichern.

Ein Tipp zum Schluss: Stages können noch einige weitere Zustände haben, die man unter Umständen persistieren und wiederherstellen möchte…

Samstag, 20. Juni 2015

Hätten Sie’s gewusst? Project ThreeTen

Das Java-Ökosystem ist so riesig, dass man eigentlich gar nicht alles kennen kann… Zumindest ging mir das so mit ThreeTen. Ziel dieses Projekts war die Implementierung von JSR 310 Date and Time API in das JDK 8. Dies ist seit geraumer Zeit abgeschlossen; das Projekt wurde beendet. Die Weiterentwicklung findet in den bewährten OpenJDK-Prozessen statt. Spannend ist aber, dass es einen Backport für Java SE 6 und 7 gibt. Dieser lässt sich dank Maven leicht in eigene Projekte integrieren:

<dependency>
  <groupid>org.threeten</groupid>
  <artifactid>threetenbp</artifactid>
  <version>1.2</version>
</dependency>

Ich habe mich gefragt, ob sich die neuen Zeit- und Datumsfunktionen auch unter Android nutzen lassen. Und siehe da – es funktioniert. Sie können in Android Studio entweder Maven Central als Repository hinzufügen, oder einfach die .jar-Datei händisch herunterladen und in den libs-Ordner kopieren. In diesem Fall müssen Sie mit Add As Library (Rechtsklick auf die Datei) dafür sorgen, dass Android Studio sie in das Buildfile übernimmt. Probieren Sie danach einfach das folgende Codeschnipsel aus:

private void time() {
    LocalDateTime now = LocalDateTime.now();
    System.out.println(now.toString());
    LocalDate bd = LocalDate.of(1970, Month.AUGUST, 29);
    System.out.println(bd.toString());
}

Bei der Übernahme von Codebesipielen für JSR 310 müssen Sie nur eine Kleinigkeit beachten: der Paketname des Backports ist org.threeten.bp.

Samstag, 6. Juni 2015

Clip4Moni Downloads

Clip4Moni-LogoClip4Moni ist open source, kann deshalb jederzeit aus Bitbucket geklont werden. Aber vielleicht möchten Sie das Progrämmchen ja einfach nur ausprobieren. Da ist klonen und selber bauen vielleicht etwas mühselig. Deshalb stelle ich seit heute zwei fertige Archive bereit. Für Windows gibt es ein gezipptes .msi-File. Die  wenigen Dateien landen nach der Installation in AppData\Roaming\Clip4Moni. Der Installer erzeugt zwei Verknüpfungen, eine unter Programme\Clip4Moni, sowie eine unter Programme\Autostart. Für den Mac habe ich ein App-Bundle geschnürt. Nach dem Entpacken einfach in den Programme-Ordner verschieben. Da Clip4Moni keine Java Runtime an Board hat, muss unter beiden Betriebssystemen die JRE vorher installiert werden. Es ist mindestens Java 7 erforderlich.

Nach dem Start befindet sich ein Clip4Moni-Icon unter Windows im Infobereich der Taskleiste, unter Mac OS X im rechten Bereich der Menüleiste. Auf dem Mac wird das Menü durch Anklicken mit der linken Maustaste geöffnet, unter Windows mit der rechten (das ist unter Java so vorgesehen!).

Das Clip4Moni-Popupmenü

Um einen neuen Eintrag anzulegen, klicken Sie auf Neuer Eintrag…. Daraufhin öffnet sich der gleichnamige Dialog. Sofern sich zu diesem Zeitpunkt Text auf dem Klemmbrett befindet, wird dieser als Inhalt übernommen. Beschreibung erscheint nach dem Schließen des Dialogs mit OK im Clip4Moni-Menü. Probieren Sie es aus und tippen Testeintrag in das Beschreibungsfeld. Tipp: klicken Sie doch einmal mit der rechten Maustaste, wenn sich der Mauszeiger über dem Feld Inhalt befindet.

Der Dialog Neuer Eintrag

Nun sieht das Menü so aus:

Clip4Moni-Menü nach dem Hinzufügen eines Eintrags

Möchten Sie in einer Anwendung ein Textschnipsel einfügen, klicken Sie den korrespondierenden Eintrag im Clip4Moni-Menü an, und wählen danach in der Zielanwendung Paste bzw. Einfügen. Das Menü Klemmbrett listet Operationen auf, die Sie mit dem Text auf dem Klemmbrett ausführen können.

Das Klemmbrett-Menü

Recht praktisch ist Inhalt anzeigen….

Der Dialog Inhalt anzeigen

Auch für das Bearbeiten bestehender Einträge gibt es einen Dialog. Er ist im Folgenden zu sehen:

Der Dialog Einträge bearbeiten

Clip4Moni gibt es schon recht lange, seit 2008. Wie der Name andeutet, war das Programm ursprünglich eine Spezialanfertigung für meine Frau. Da Moni möglichst kleine Programme mag, habe ich es immer schlank und schlicht gehalten. Deshalb gibt es zum Beispiel keine Tastenkürzel und keine Validierung. Gelegentlich bastle ich etwas daran, so dass das eine oder andere vielleicht doch noch hinzugefügt wird. Auf der anderen Seite… die Dateigröße der Archive spricht für sich, oder? Smiley

Freitag, 5. Juni 2015

Liebling ich habe die GUI geschrumpft

Zugegeben, es ist nicht mehr besonders hip, über AWT oder Swing zu bloggen. Auf der anderen Seite gibt es noch so viele Programme, die man gerne weiter benutzen möchte. Bei mir ist das unter anderem meine kleine Textschnipselverwaltung Clip4Moni. Unglücklicherweise macht(e) diese ungewollt auf ganz modernen Geräten mit high dpi-Anzeige keine besonders gute Figur. Das (bekannte) Problem ist, dass AWT und Swing alle Komponenten zu klein rendern. Das mag insbesondere bei AWT überraschen, weil native Komponenten doch eigentlich wissen sollten, wie sie sich korrekt darstellen müssen.

Screenshot von einem high dpi-Gerät

Mein Surface Pro 3 löst bei 12 Zoll Bildschirmdiagonale üppige 2160 x 1440 Pixel auf. Das sind 216 dpi. Auf dem Screenshot ist schön zu sehen, wie groß eine 9-Punkt Segoe UI bei einer Skalierung von 200% eigentlich sein müsste. Und wie lächerlich klein dagegen das AWT-Menü ist. Die Frage ist nun: kann man eine lesbarere Darstellung erzwingen, indem man dem AWT befiehlt, einen größeren Zeichensatz für Menüs zu verwenden? Die Größe von Fonts wird in Punkt angegeben; ein Punkt entspricht einem Zweiundsiebzigstel Zoll. Für die Segoe UI 9 Punkt wären dies bei 200% dann 18 Punkt. Welchen Zeichensatz AWT und Swing für Menüs verwenden, kann man auf zweierlei Weise abfragen: Font f = UIManager.getFont("MenuItem.font") oder Font f = (Font) Toolkit.getDefaultToolkit().getDesktopProperty("win.menu.font"). Letzteres liefert aber nur unter Windows ein Ergebnis.

Skurril ist, dass beide Abfragen auf meinem Rechner Segoe UI 18 Punkt liefern. Heißt das, dass der Workaround mit dem größeren Font nicht funktioniert? Aus Verzweiflung habe ich den gelieferten Zeichensatz mit setFont() für alle Einträge des Clip4Moni-Menüs gesetzt. Das Ergebnis ist überraschend:

Screenshot eines korrigierten Menüs

Sieht so aus, wie es soll.  Es reicht also, für jedes Menüelement explizit den Font zu setzen, den Java als Standard liefert. Noch sind in Clip4Moni die Swing-Dialoge zu klein, aber das müsste sich mit ähnlichen Workarounds ebenfalls beheben lassen.

Samstag, 30. Mai 2015

Seifenkisten wieder im Rennen


In meinem Post Seifenkisten auf Abwegen hatte ich von meinen frustrierenden Erfahrungen mit JAX-WS unter Android berichtet. Im aktuellen KaffeeKlatsch zeige ich, wie man mittels kSOAP auf recht einfache Weise doch noch auf SOAP-Services zugreifen kann.




Sonntag, 17. Mai 2015

Know thy tags...

Mit den beiden Swing-Klassen RTFEditorKit und HTMLEditorKit lässt sich recht schnell ein einfacher HTML-nach-RTF-Converter schreiben. Wie, ist unter anderem in diesem Stackoverflow-Post beschrieben.

Aufpassen muss man allerdings bei einigen Tags. Zumindest <em> und <strong> werden nicht in RTF-Codes umgesetzt, man sollte sie also von Hand in <b> und <i> konvertieren.

Freitag, 15. Mai 2015

Mac OS X-Quicktipp: eingebauten Webserver nutzen

Mac OS X hat schon seit vielen Versionen einen eigenen Webserver an Board. Früher konnte man ihn über ein eigenes Modul in den Systemeinstellungen konfigurieren. Unglücklicherweise hat Apple es vor einiger Zeit entfernt. Der Webserver an sich ist aber noch vorhanden und funktoniert auch.

Bevor man ihn mit sudo apachectl start startet, legt man den Inhalt unter /Library/WebServer/Documents ab. Für den Schreibzugriff auf dieses Verzeichnis sind Admin-Rechte erforderlich.

Danach kann man im Browser mit http://localhost/... auf die Seiten zugreifen.

Weitere Kommandos für apachectl sind stop und restart.

Zwar bringen viele Tools und Sprachen ihren eigenen Webserver mit, aber ich finde, es ist gut zu wissen, dass man auch ohne Download schnell mal lokale Tests aufsetzen kann.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Mac-Quicktipp: Schlagschatten in Screenshots loswerden

Kennen Sie das auch? Dinge, die nur ein klein wenig nerven, toleriert man recht lange. Bei mir waren das die Schlagschatten, die Mac OS X Screenshots hinzufügt. Dabei sind nur zwei Eingaben im Terminal nötig, um Bloggern das Leben leichter zu machen:

defaults write com.apple.screencapture disable-shadow true schaltet den Schlagschatten aus.

killall SystemUIServer sorgt dafür, dass die Änderungen übernommen werden.

Samstag, 9. Mai 2015

Living in the past (Teil 2)

In meinem vorherigen Post habe ich angedeutet, dass man unter neueren Android-Versionen Live Folder noch nutzen kann, obwohl Google die korrespondierenden Klassen mit API-Level 14 für veraltet erklärt und den Zugriff über den Home Screen ausgebaut hat.

Das Installieren einer App, die Live Folder bereitstellt, klappt selbst unter Android 5.1 noch reibungslos. Die beteiligten Frameworksklassen sind also (zum Glück) noch vorhanden. Eigentlich ist das auch logisch, denn das harte Entfernen hielte ich schon für einen ziemlich signifikanten Einschnitt. Über den Home Screen ist das Hinzufügen von Live Foldern aber nicht mehr möglich. Die Frage ist also, wie man Zugriff erhält. Hierzu muss man wissen, dass Live Folder keine Benutzeroberfläche bereitstellen, sondern nur die Daten, und zwar in Gestalt eines (auf eine ganz bestimmte Weise konfektionierten) Content Providers.

Die Idee ist deshalb, selbst für die UI zu sorgen, und den Content Provider einfach nach seinen Daten zu fragen. Die folgende Activity zeigt einen entsprechenden Proof of Concept, den ich Tin Opener genannt habe. Ich werde die App in den nächsten Tagen auf Bitbucket bereitstellen. Wenn das erledigt ist, füge ich diesem Post einfach einen Kommentar hinzu.

public class TinOpenerActivity extends ListActivity 
    implements LoaderManager.LoaderCallbacks<Cursor> {

    private static final String TAG = 
            TinOpenerActivity.class.getSimpleName();
    private static final int RQ_PICK_LIVE_FOLDER = 42;
    private static final int URL_LOADER = 0;

    private Uri uri;
    private String[] mFromColumns = {
            LiveFolders.NAME, LiveFolders.DESCRIPTION
    };
    private int[] mToFields = {
            android.R.id.text1, android.R.id.text2
    };
    private SimpleCursorAdapter adapter;

    @Override
    protected void onCreate(Bundle savedInstanceState) {
        super.onCreate(savedInstanceState);
        setListAdapter(adapter = new SimpleCursorAdapter(this, 
                android.R.layout.simple_list_item_2, null, 
                mFromColumns, mToFields, 0));
        getListView().setOnItemClickListener(
            new AdapterView.OnItemClickListener() {

            @Override
            public void onItemClick(AdapterView<?> parent, 
                                    View view, int position, 
                                    long id) {
                Cursor c = (Cursor) adapter.getItem(position);
                if (c != null) {
                    String url = c.getString(
                        c.getColumnIndex(LiveFolders.INTENT));
                    if (url != null) {
                        Intent i = new Intent(Intent.ACTION_VIEW);
                        i.setData(Uri.parse(url));
                        startActivity(i);
                    }
                }
            }
        });
        Intent i = new Intent(LiveFolders.ACTION_CREATE_LIVE_FOLDER);
        Intent chooser = Intent.createChooser(i, 
                getString(R.string.choose));
        startActivityForResult(chooser, RQ_PICK_LIVE_FOLDER);
    }

    @Override
    protected void onActivityResult(int requestCode, 
                                    int resultCode, Intent data) {
        super.onActivityResult(requestCode, resultCode, data);
        if ((RESULT_OK == resultCode) && 
                (RQ_PICK_LIVE_FOLDER == requestCode)) {
            if (data != null) {
                uri = data.getData();
                if (uri != null) {
                    getLoaderManager().initLoader(URL_LOADER, 
                            null, this);
                }
            }
        }
    }

    @Override
    public Loader<Cursor> onCreateLoader(int loaderID, 
                                         Bundle args) {
        switch (loaderID) {
            case URL_LOADER:
                return new CursorLoader(this, uri, 
                        null, null, null, null);
            default:
                return null;
        }
    }

    @Override
    public void onLoadFinished(Loader<Cursor> loader, Cursor data) {
        adapter.changeCursor(data);
    }

    @Override
    public void onLoaderReset(Loader<Cursor> loader) {
    }
}

Die App TinOpener ist sehr einfach gestrickt. Sie besteht aus einer ListActivity, die ihre Daten von einem SimpleCursorAdapter bezieht. So wie sich das gehört, geschieht das Laden mit Hilfe eines Loaders im Hintergrund.

Die eigentlich spannende Frage ist, wie Live Folder gefunden werden. Hierfür baue ich ein Intent mit der Action LiveFolders.ACTION_CREATE_LIVE_FOLDER und lasse es auf die systemeigene Intent-Auswahl los. Sind mehrere Live Folder installiert, kann der Benutzer einen auswählen. Ist nur einer vorhanden, wird dieser automatisch angezeigt.

Statt in eine Activity könnte man dies auch in ein Appwidget packen. Na, hat jemand Lust darauf?

Nachtrag: Ja, das Listing enthält keine Kommentare... Ich werde dies in der Version auf Bitbucket nachholen. Und den Fall berücksichtigen, dass gar kein Live Folder vorhanden ist. Dann sollte zumindest ein entsprechender Hinweis erfolgen.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Living in the past (Teil 1)

In diesem Post schwelgen wir in einer (weit zurück liegenden) Vergangenheit…

Android hat viele Features kommen und gehen sehen. Ein schönes Beispiel hierfür sind die sogenannten Live Folder. Diese wurden mit API-Level 3 (Cupcake) eingeführt und mit API-Level 14 (Ice Cream Sandwich) für veraltet erklärt. Hier ein paar Screenshots unter Android 2.3.7.

Tippen und Halten an einer freien Stelle des Home Screens öffnet das folgende Popup-Menü:

Live Folder #1

Tippt man auf Folders, öffnet sich ein weiteres Menü. Hier ist eine App von mir, die Live Folder zur Verfügung stellt, zu sehen. LiveFolderDemo war Bestandteil meines Buches Android 3.

Live Folder #2

In der Folgeauflage, Android 4, musste ich das Projekt schon wieder entfernen, da Google die API für veraltet erklärt und in der Entwicklerdoku mit deutlichen Worten von der Nutzung abgeraten hat:

Screenshot der Entwicklerdoku

Tippt man auf den Namen eines Live Folders, wird ein Icon auf dem Hintergrund des Home Screens abgelegt.

Live Folder #3

Das Antippen des Icons öffnet den Live Folder.

Live Folder #4

Ich habe auf Bitbucket ein Reopsitory abgelegt, das die App LiveFolderDemo enthält. Denn auch wenn man den Code in modernen Android-Versionen (eigentlich…) nicht mehr nutzen kann, wäre es doch schade, in einfach so zu löschen…

Und wenn Sie wissen wollen, was es mit eigentlich auf sich hat, warten Sie einfach auf einen der folgenden Posts.

Sonntag, 3. Mai 2015

TKWeek 1.8.0

Nach einer etwas längeren Pause gibt es ein Update von TKWeek. Es waren ein paar Anpassungen an Lollipop nötig. Insbesondere die Navigation musste ich anpassen. Jetzt sollte aber wieder alles wie gewohnt funktionieren.

Screenshot TKWeek

Samstag, 18. April 2015

Android-Apps im Browser

Auf der Google IO 2014 wurde ein Proof of Concept gezeigt, der einige Android-Apps unter Chrome OS lauffähig machte. Im September desselben Jahres folgte dann eine erste Beta-Version der App Runtime for Chrome. Die Software basiert auf Googles Sandbox-Lösung Native Client. Seit einiger Zeit kann über den Chrome Web Store die Beta-Version einer App namens ARC Welder geladen werden. Das englische Verb to weld bedeutet schweißen – passend dazu zeigt das Programmsymbol den kleinen grünen Roboter mit Schutzbrille. Das Tool integriert eine .apk-Datei in die Laufzeitumgebung. Wie man hierzu vorgeht, ist auf den Chrome-Entwicklerseiten beschrieben. Als Appetithappen ein paar Screenshots:

ARC Welder Setup (1)
ARC Welder Setup (1)

ARC Welder Setup (2)
ARC Welder Setup (2)

ARC Welder Setup (3)
ARC Welder Setup (3)

Meine App TKWeek im Browser
Meine App TKWeek im Browser

Was Google mit ARC noch vorhat, ist nicht ganz klar. Tatsache ist, dass Besitzern von Chromebooks auf einen Schlag eine Unmenge an Programmen zur Verfügung stehen würde, wenn sie Apps direkt aus dem Play Store herunterladen könnten. Das Gleiche gilt für Windows-, Linux- und Mac OS X-Anwendern, die Chrome als Browser nutzen. Das Bundlen einiger weniger, vorausgewählter Apps würde doch den ganzen Aufwand kaum rechtfertigen, oder? Derzeit müssen .apk-Dateien einzeln installiert werden. Um ein Programm in die Laufzeitumgebung zu übernehmen, muss also das Installationsarchiv vorliegen. Dies wird Google dem klassischen Endanwender nicht zumuten wollen.

Note to myself: Ich muss bei Gelegenheit mal herausfinden, ob sich ARC-Apps kennen, oder jeweils in ihrer eigenen Welt leben.

Die Ausführungsgeschwindigkeit von TKWeek war auf meinem Surface 3 Pro übrigens recht gut. Dass ARC noch mit Stabilitätsproblemen kämpft, ist angesichts des Beta-Status völlig ok. Wie auch der Android-Emulator kämpft ARC derzeit mit der Hardwareanbindung: es stehen nur sehr wenige Sensoren zur Verfügung.

Dienstag, 14. April 2015

Seifenkisten auf Abwegen

Der Zugriff auf (üblicherweise) leichtgewichtige REST-Webservices ist unter Android kein Problem – sein Java-Erbe verhilft dem kleinen grünen Roboter  zu einem ansehnlichen (Netz)Werk(zeug)-Koffer. Nur mit den (meist) etwas schwergewichtigeren SOAP-Webservices will es “out of the box” nicht so recht klappen. Zwar hat Java mit JAX-WS ab Java SE 6 entsprechende Klassenbibliotheken an Board, aber Androids Harmony-Spin-off ist irgendwie bei Java 1.5 stehen geblieben (naja, skurrile Erweiterungen und Portierungen mal außen vor gelassen). Glücklicherweise gibt es zu jedem Java Specification Request eine Referenzimplementierung. Bis einschließlich JAX-WS RI 2.2.6 ist “nur” Java SE 5 erforderlich. Warum also nicht einfach die Runtime-Bibliotheken mit einer Android-App ausliefern, und auf diese Weise auf SOAP-Services zugreifen können? Der Abschnitt Jar dependency der Release Notes listet auf, welche Bibliotheken der App hinzugefügt werden müssen. Eigentlich könnte man das Unterfangen an dieser Stelle abbrechen, denn die 18 Jars bringen üppige 4,8 MB auf die Waage. Wer möchte das schon als zusätzlichen Ballast mitgeben, “nur” um einen Webservice aufzurufen? Aber falls der Forscherdrang siegt, und man die Jars in das libs-Verzeichnis des Android-Projekts kopiert, wartet die nächste unangenehme Überraschung.

Screenshot: Fehlermeldung beim Hinzufügen eines Jars
Screenshot: Fehlermeldung beim Hinzufügen eines Jars

Google nennt den Versuch, Jars hinzuzufügen, die bestimmte Paket-Namensräume abdecken, “Ill-advised or mistaken usage of a core class” und unterbindet die Integration. Fairerweise muss man sagen, dass die Motivation durchaus legitim ist. Bestimmte Paketnamen sind eben der Standardklassenbibliothek vorbehalten. Schade nur, wenn sie dann nicht vorhanden sind. Glücklicherweise lässt Google dem Entwickler ein Hintertürchen offen, in Gestalt der Option --core-library, die man dem monierenden Tool (dex) übergeben kann. Wie, ist freilich kaum herauszubekommen. Ganz so einfach geht das nämlich nicht, wenn man mit Hilfe von Gradle baut. Hier ein Rezept, das zumindest bei mir funktioniert. In der Modul-spezifischen build.gradle-Datei ist folgendes Quelltextfragment einzufügen:

   dexOptions {  
     preDexLibraries = false  
   }  
   project.tasks.withType(com.android.build.gradle.tasks.Dex) {  
     additionalParameters=['--core-library']  
   }  

Jetzt klappt der Build zwar immer noch nicht, aber zumindest erhält man eine andere Fehlermeldung.

Screenshot: Fehlermeldung beim Build
Screenshot: Fehlermeldung beim Build

Auch dies bekommt man in den Griff, indem man build.gradle abermals erweitert:

   packagingOptions {  
     exclude "META-INF/LICENSE"  
   }  
   

Nun lässt sich das Projekt bauen und starten. Leider klappt der Zugriff auf den Webservice aber trotzdem nicht. In der Konsole findet man die Meldung, dass die Klasse java.awt.Image nicht gefunden wird.

Screenshot: Klasse java.awt.Image nicht gefunden
Screenshot: Klasse java.awt.Image nicht gefunden

Tja, schade. Wieder ein guter Zeitpunkt, das ganze sein zu lassen.

Zwinkerndes Smiley

Aber hey, warum nicht weiter forschen…? Dass es eigentlich nicht funktionieren kann, “einfach so” eine entsprechende Klasse zu bauen, ist logisch. Aber vielleicht lässt sich auf diese Weise ja herausfinden, was von java.awt.Image benötigt wird. Eine leere Implementierung lässt den Start-Vorgang dann auch etwas später abbrechen. Diesmal fehlt javax.activation.DataHandler. Diese Klasse gehört zum JavaBeans Activation Framework. Hierzu könnten Sie dessen activation.jar in das libs-Verzeichnis kopieren. Ich spare mir das und lege stattdessen wieder eine Dummy-Klasse an. Warum, sehen Sie gleich…

Screenshot: Fehler beim Initialisieren der Klasse DatatypeFactory
Screenshot: Fehler beim Initialisieren der Klasse DatatypeFactory

Diesmal schlägt das Initialisieren der Klasse DatatypeFactory fehl, weil eine andere (die Implementierungsklasse) nicht vorhanden ist:

Screenshot: Die Klasse org.apache.xerces.jaxp.datatype.DatatypeFactoryImpl ist nicht vorhanden
Screenshot: Die Klasse org.apache.xerces.jaxp.datatype.DatatypeFactoryImpl ist nicht vorhanden

Das ist sogar vergleichsweise einfach erklärbar, weil es so spezifiziert wurde. Die Doku der Klasse DatatypeFactory beschreibt den Initialisierungsvorgang, beim Aufruf der Methode newInstance(). Dort ist auch Folgendes zu lesen: “Note that you must supply your own implementation (such as Xerces); Android does not ship with a default implementation.” Die Idee ist nun, den Teil von Xerces hinzuzufügen, der die fehlende Klasse enthält. Es gibt sogar ein passendes Jar, xercesImpl.jar. Wiederstehen Sie aber der Versuchung, die Datei in das libs-Verzeichnis zu kopieren. Dann nämlich gibt es eine Fehlermeldung, die meiner Meinung nach mit dem zu alten Klassenformat der Binärdistribution zu tun hat. Der Bau von Xerces aus den Sourcen klappt auch nicht so ohne Weiteres, weil weitere Libs aus dem Apache-Fundus vonnöten sind.

Irgendwie frustrierend, oder? Es scheint einen vermeintlichen Rettungsanker zu geben, in Gestalt einer Android-Portierung von Xerces. Aber auch die hilft nicht, weil alle Paketnamen mit dem Präfix mf. versehen wurden. Deshalb findet DatatypeFactory die benötigte Implementierung DatatypeFactoryImpl nicht (sie befindet sich ja im Paket mf.org.apache.xerces.jaxp.datatype). Wenn Sie jetzt sagen “Dann nutze ich eben die Übergabe zum Beispiel mit System.setProperty()”, muss ich Sie wieder enttäuschen. Dann gibt es zur Laufzeit eine Exception, weil die Implementierung nicht von der originalen DatatypeFactory ableitet, sondern der aus einem Paket, das mit mf. beginnt.

Wie geht es jetzt weiter? Nun, ich habe als letzten Versuch die wenigen benötigten Klassen aus der Xerces-Source-Distribution in das Projekt kopiert. Damit wird tatsächlich alles gefunden. Glauben Sie, es funktioniert?

Screenshot: Noch eine Exception
Screenshot: Noch eine Exception

Man könnte natürlich noch analysieren, was es mit den IllegalAnnotationExceptions auf sich hat, aber darauf hatte ich dann doch keine Lust mehr. JAX-WS und Android mögen sich also offensichtlich nicht besonders gerne. Wie man aber doch noch auf SOAP-Services zugreifen kann, lesen Sie in einer der kommenden KaffeeKlatsch-Ausgaben.

Sonntag, 5. April 2015

Outtakes, 20150405

Wussten Sie, dass Sie ab Android 5.1 android.text.format.Time nicht weiter verwenden sollten? Die Klasse war als Alternative zu java.util.Calendar und java.util.GregorianCalendar gedacht. Ein Time-Objekt repräsentiert einen Zeitpunkt, der sekundengenau angegeben werden kann. Die Klasse ist nicht threadsicher und berücksichtigt keine Schaltsekunden. Zudem sind mehrere Problemen bekannt: Für die Berechnung werden derzeit 32-Bit-Integerzahlen verwendet. Deshalb können nur Werte zwischen 1902 und 2037 verlässlich dargestellt werden. Ferner führt der Aufruf von switchTimezone() zu einem falschen Datum, wenn der aktuelle Wert aufgrund eines Sommerzeit-/Winterzeit-Übergangs gar nicht vorkommen kann. Schließlich funktionieren Parse- und Formatieroperationen nur mit dem ASCII-Zeichensatz zuverlässig. Google rät deshalb dazu, stattdessen GregorianCalendar zu verwenden. Skurril…

PS: Nicht wundern - dass ich für Klassen aus der Java-Standardklassenbibliothek Links in die Android-Doku setze, ist gewollt

Dienstag, 31. März 2015

Google wäre nicht Google…

…wenn es nicht auch in Android 5.1 Änderungen an der Oberfläche gegeben hätte. Der folgende Screenshot zeigt eine Beispiel-App unter Android 5.0.

Screenshot Nexus 5, API-Level 21

Screenshot Nexus 5, API-Level 21

Dieselbe App nun auf demselben Nexus 5, diesmal mit API-Level 22.

Screenshot Nexus 5, API-Level 22

Screenshot Nexus 5, API-Level 22

Mal ehrlich, bringt’s das? Möglicherweise reagiere ich hier zu dünnhäutig, aber faktisch ist es kaum mehr möglich, über Android zu schreiben. Naja, vielleicht doch, denn bis es Android 5.1 auf viele Geräte schafft, vergehen ja noch viele Monate. Smiley

Donnerstag, 19. Februar 2015

Sinnlose Änderungen

Es gibt Momente, in denen man schreiend davonlaufen möchte. Änderungen um der Änderung willen. Der Stein des Anstoßes: bisher hieß auf dem Startbildschirm von Android Studio der Menüpunkt zum Importieren fremder Projekte Import Non-Android Studio project. Sagt ziemlich genau, um was es geht. Und ist kurz und bündig. Seit Android Studio 1.1.0 heißt das Ding Import project (Eclipse ADT, Gradle, etc.. Der vermeintliche Mehrwert durch die Nennung von Quellen ist lächerlich gering. Welche Aussagekraft hat etc.?

Dafür passen Screenshots in Tutorials und Büchern nicht mehr und Beschreibungen werden ungenau. Und wir Autoren müssen uns anhören, dass unsere Bücher nicht aktuell sind. Wegen so einem Unsinn. Himmel, solche sinnlosen Aktionen zeigen nur, wie weit Google sich von denen, die die Plattform groß gemacht haben, entfernt hat.

Hier der jetzt veraltete Screenshot aus einem noch nicht erschienenen Buch:

Veralteter Screenshot

Und hier ein Screenshot vom 19. Februar. Würde mich nicht wundern, wenn sie es bis zum Erscheinen des Buches noch einmal ummodeln…

"Neuer" Screenshot

Freitag, 9. Januar 2015

Hello and goodbye Surface 3 Pro

Eigentlich bin ich mit meinem Surface 3 Pro mehr als zufrieden. Das, wofür ich es haben wollte, bewältigt es mit Bravur. Surfen, Musik, Fotos und Filme gucken, Bücher und Artikel schreiben, coden… Wenn da nur nicht dieses grässliche gelbe Etwas wäre. Nein, ich meine kein Vogonen-Arbeiterschiff. Ich meine das hier:

Foto: Display eines Surface 3 Pro

Der Balken ist auch bei anderer Hintergrundfarbe zu sehen

auch bei weißen Hintergrund gut zu sehen

Der gelbe Balken auf der linken Seite der Anzeige ist etwa 1 cm breit und reicht von ganz oben bis unten über das Display.  Es wird im Web viel spekuliert, was der Defekt letztlich sein könnte. Mir war es, ehrlich gesagt, egal. Ich wollte einfach nur ein Gerät, das seiner Preisklasse entsprechend performt.

Microsoft hat, das muss ich deutlich sagen, sehr schnell ein Austauschgerät verschickt. Leider hat es dasselbe Problem, wenn auch in milderer Form. Und… es klickt gelegentlich, was das alte in den 4 Monaten, in denen es bei mir war, nicht getan hat. Ich werde aber das Austauschgerät erst einmal behalten. Warum? Trotz zeitgemäßer Backup-Strategien war ich 4 Tage offline. Das nervt. Auf die gleiche Auszeit habe ich keine Lust. Deshalb hoffe ich einfach, dass das Austauschgerät auf Dauer tut.

Hat hier jemand ein Surface 3 Pro? Kennt ihr den gelben Balken auch? Schreibt mir…

Montag, 29. Dezember 2014

Android Studio-Tipp: Projekt aus Recent Projects entfernen

Auf dem Willkommensbildschirm von Android Studio gibt es eine Liste der kürzlich geöffneten Projekte:

Screenshot: Android Studio-Willkommensbildschirm

Wenn man die leeren muss, um z. B. Screenshots für ein Buch anzufertigen Smiley, kann man mit den Cursortasten das gewünschte Projekt ansteuern oder mit der Maus darüber fahren und dann die Taste Entf drücken.

Samstag, 27. Dezember 2014

Tipp: Android-Log-Tags kurz halten

Es gilt unter Android als common practice, eine Konstante TAG zu definieren, die den Namen einer Klasse enthält, und bei Log-Ausgaben übergeben wird. Google macht das in seinen Beispielen immer so:


public class DigitalWatchFaceService extends CanvasWatchFaceService {

  private static final String TAG = "DigitalWatchFaceService";

  ..

Ich finde folgende Variante schöner, weil sie sich m. E. besser beim Refactoren verhält:


public class C64WatchFaceWearableConfigActivity extends Activity {

  private static final String TAG = C64WatchFaceWearableConfigActivity.class.getSimpleName();

  ..

 

Das Ergebnis ist dasselbe. Allerdings ist mir heute trotzdem dieses Codeschnipsel auf die Nase gefallen, wenngleich aus einem anderen Grund.

Screenshot: Fehlerausgabe in Logcat

Die Ausgabe auf der Konsole:

java.lang.IllegalArgumentException: Log tag "C64WatchFaceWearableConfigActivity" exceeds limit of 23 characters

Stand heute sagt die Doku zur Klasse android.util.Log nichts dazu.

Fazit: Klassennamen kurz halten. Smiley

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Linktipp: Commodore VIC-II Color Analysis

Für mein Zifferblatt im C64-Look war ich auf der Suche nach den “richtigen”, möglichst originalgetreuen Farben. Da es unzählige Emulatoren gibt, könnte man natürlich einfach einen Screenshot machen und die Farben abgreifen. Aber das verschiebt das Problem nur, denn: Wo haben die Emulatoren die Farben her? Seit es Truecolor gibt, sind wir gewöhnt, im RGB-Farbraum nach Belieben zu stöbern. Aber der C64 kannte nur 16 Farben, und die waren nirgendwo als RGB-Werte hinterlegt, sondern wurden vom Videochip erzeugt. Wie der das tut, und wie man doch noch zu RGB-Werten kommt, ist im großartigen Artikel Commodore VIC-II Color Analysis beschrieben.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Stylisches Zifferblatt für Android Wear

Da mein Android-Buch ein Kapitel zu Android Wear enthalten wird, wollte ich die neue Watch Face API ausprobieren. Herausgekommen ist C64 Tribute Watch Face.

Für Neugierige ohne Android Wear ein Screenshot:

Screenshot: C64 Style Watch Face

Der Cursor hat zwar keine Funktion, blinkt aber (in etwa) so schnell wie ein C64.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Alte Dateiformate: .mdi

Beim Aufräumen meiner Festplatte bin ich über eine Datei mit der Endung .mdi gestolpert. MDI steht hier für Microsoft Office Document Imaging, ein proprietäres Format, das mit Office 2010 eingestellt wurde. Ein Doppelklick bewirkt also in Verbindung mit modernen Office-Versionen gar nichts mehr. Allerdings gibt es von Microsoft ein Commandline-Tool, das solche Dateien in TIFF umwandeln kann. Die Daten sind also dank dieses MDI to TIFF File Converters nicht verloren. Der Setup-Assistent installiert das Programm nach C:\Program Files (x86)\modiconv. Bitte bei der Nutzung in der Eingabeaufforderung beachten, dass der Vorgang nur startet, wenn der Parameter –log … mit angegeben wird. Sonst werden nur die Aufrufparameter ausgegeben. Wenn Sie das Tool nicht mehr benötigen, können Sie es wie gewohnt über die Systemsteuerung deinstallieren.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Tipp: Navigationsproblem in der Android-Kontakte-App lösen

Meine App TKBirthdayReminder delegiert das Anlegen von Kontakten an die dafür zuständige App. Das – immer noch geniale - Intent-System macht dies möglich. Nachdem der Anwender einen neuen Kontakt hinzu gefügt hat, erscheint in der App ein Dialog, der das Geburtsdatum abfragt. So zumindest die Theorie. Ganz offenkundig hat das schon seit geraumer Zeit nicht mehr funktioniert. Da ich das Programm etwas fitter für Lollipop machen wollte, habe ich mal wieder damit  gespielt, und bin prompt in das Problem gelaufen. Die Doku weiß hierzu folgendes zu berichten:

In Android 4.0 (API version 14) and later, a problem in the contacts app causes incorrect navigation. When your app sends an edit intent to the contacts app, and users edit and save a contact, when they click Back they see the contacts list screen. To navigate back to your app, they have to click Recents and choose your app.

Glücklicherweise folgt postwendend die Lösung:

To work around this problem in Android 4.0.3 (API version 15) and later, add the extended data keyfinishActivityOnSaveCompleted to the intent, with a value of true. Android versions prior to Android 4.0 accept this key, but it has no effect.

Also ein simples…

editIntent.putExtra("finishActivityOnSaveCompleted", true);

Freitag, 12. Dezember 2014

HTML-Dialoge mit Feinschliff

Erinnern Sie sich noch an meine Frage aus meinem vorangehenden Post, was mit dem dort gezeigten Dialog nicht 100%-tig passt? Gucken Sie sich mal diese Version an:

Screenshot: HTML-Dialog mit "richtigen" Font

Es ist die Schrift. Die hier hat keine Serifen.

Swing beizubringen, in HTML nicht Times New Roman zu verwenden, ist einfach. Zum einen gibt es die Client Property HONOR_DISPLAY_PROPERTIES. Außerdem kann die Zeichensatzfamilie auch in HTML selbst gesetzt werden:

<body style="font-family: ...">

Freitag, 5. Dezember 2014

Breite von Dialogen

Was ist eine geeignete Breite für Dialoge? Die Frage mag sich komisch anhören. Was ich meine, ist folgendes… Nehmen wir an, Sie haben eine Menge Fließtext, zum Beispiel die Linzenzbestimmungen Ihrer Software. Um die anzuzeigen, bietet es sich an, sie in Swing in eine JEditorPane zu packen, die wiederum von einer JScrollPane (denken Sie an meinen vorherigen Post) gekapselt wird. Mit der JEditorPane können prima einfache HTML-Texte angezeigt werden, deren Links sogar anklickbar sind. Die Breite der Komponente ergibt sich aus der Breite der scroll pane; diese bezieht sie vom Layoutmanager des übergeordneten Containers. Hat der Dialog also in sich eine passende Größe, bekommt auch der Fließtext eine geeignete Breite. Was aber, wenn ein entsprechendes ordnendes Element fehlt?

Screenshot: viel zu breiter Dialog

Solche Monster möchte und sollte man niemandem zumuten. Zumal die Lösung recht einfach ist. Die Basis vieler Swing-Komponenten, java.awt.Component, kennt seit Java SE 5 die Methode setPreferredSize(). Der kann man eine bevorzugte Größe mit auf den Weg geben.

Nur – sind wir jetzt wirklich weiter? Woher sollen wir im Zeitalter von Hoch-DPI-Anzeigen passende Pixelwerte nehmen? Mein pragmatischer Vorschlag ist, sich am verwendeten Zeichensatz und einem Stück Text mit geeigneter Länge zu orientieren. Ich habe das in Notes and Tasks umgesetzt, der entsprechende Code ist eingecheckt. Als Text verwende ich den berühmten Blindtext Lorem ipsum: Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy. Hier die Methode, die die Größe berechnet:

 private static final String LOREM = "Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy";  
   
 /**  
  * Gets the rectangle for one line of lorem ipsum  
  *  
  * @param font font  
  * @return size  
  */  
 public static Rectangle2D getSizeForLoremIpsum(Font font) {  
     Graphics2D g = (Graphics2D) Application.getInstance().getGraphics();  
     return font.getStringBounds(LOREM, g.getFontRenderContext());  
 }  

Und so wird sie verwendet:

 Rectangle2D r = FontUtilities.getSizeForLoremIpsum(pane.getFont());  
 pane.setPreferredSize(new Dimension((int) r.getWidth(), 12 * (int) r.getHeight()));  

Screenshot: Dialog mit geeigneter Breite

Sieht hübsch aus, oder?

Anmerken möchte ich noch, dass sich die grundsätzliche Idee auch in anderen Frameworks prima umsetzen lässt. Gefällt Ihnen meine Idee? Schreiben Sie mir.

Sonntag, 30. November 2014

UI-Schluckauf, Ausgabe 30.11.14

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen ja, dass ich gelegentlich auf UI-Faux pas hinweise, um Entwickler zu sensibilisieren. Heute ist es wieder einmal soweit. Gesehen im (nach wie vor grandiosen) True Image von Acronis. Zunächst… der Klassiker… ja wo isses denn?

Screenshot: Acronis True Image 2015 für PC (1/2)

Lokalisierungen sprengen oft Grenzen (unsichtbarer) Container. Warum bei so viel Platz überhaupt etwas fehlt, ist zwar ein Rätsel. Eine pragmatische Lösung wäre zumindest (wenn es schon feste Boxen sein müssen), den Inhalt scrollbar zu machen. Das scheint hier nicht möglich. Übrigens hat die Größe des Anwendungsfensters hier keine Auswirkungen. Ja, bzw. nein, natürlich lassen wir nicht den Text über die gesamte Breite fließen. Aber abschneiden sollten wir ihn trotzdem nicht.

Zweitens… …äh.. ja, wer bist du denn?

Screenshot: Acronis True Image 2015 für PC (2/2)

Haben Sie das rotierende Kreischen bemerkt? Nein? Gucken Sie nochmal… Haben Sie eine Ahnung, wofür das ist? Ich auch nicht. Es mag sein, dass in bestimmten Situationen ersichtlich ist, wofür es steht. Ich habe aber nicht herausbekommen, was dazu passieren muss. Merke: jede Komponente sollte einen erkennbaren Sinn haben. Keine Funktion – keine Komponente.

Was halten Sie von meinen Findlingen? Schreiben Sie mir…

Donnerstag, 20. November 2014

Lektüretipp: Android 5 in der aktuellen iX

In der seit heute erhältlichen Ausgabe 12/2014 der iX stelle ich spannende neue Funktionen in Android 5 (Lollipop) für Anwender und Entwickler vor.
Leider hat an drei Stellen das Fehlerteufelchen seine Spuren hinterlassen:
  1. Im Satz Sie lässt sich über die Attribute elevation und translation... muss es translationZ heißen.
  2. Bei Listing 1 ist der Dateiname falsch, es ist nicht ix.html, sondern natürlich ix.xml.
  3. Der Begleittext zu Abbildung 3 ist nicht ganz korrekt, der Screenshot zeigt nicht den Batterie Historian, sondern die Aufrufseite des Battery Savers. Der Fließtext hingegen ist korrekt.
Ich wünsche trotzdem viel Spaß bei der Lektüre des Artikels.

Sonntag, 2. November 2014

Eclipse-Quicktipp: Pextools

Manchmal sind es ganz kleine Dinge, bei denen man sich fragt, warum sie nicht einfach da sind. Zum Beispiel das Anzeigen des Verzeichnisses, in dem eine bestimmte Datei liegt. Oder das Öffnen einer Shell mit diesem Verzeichnis als Start. Oder das Ablegen des Pfades auf dem Clipboard?

Sei’s drum, das Schöne an Eclipse sind die unzähligen Plug-ins, die solche Dinge unkompliziert nachrüsten. Zum Beispiel Pextools.

Screenshot: Pextools

Die Installation via Update-Site ist unkompliziert. Das Plug-in erweitert das Kontextmenü des Package Explorers um das Untermenü PexTools.

Freitag, 31. Oktober 2014

Batteriestatus im Android-Emulator

Für einen Artikel wollte ich einen Screenshot des neuen Battery Savers von Lollipop machen. Eigentlich kein Ding. …sollte man meinen… Wie ich herausgefunden habe, muss aber zunächst in der Konfiguration des AVDs hw.battery=yes eingetragen werden. Dann kann man in einer Telnet-Sitzung (zum Beispiel mit PuTTY, localhost 5554) den Befehl power ac off eingeben. Nun steht der Battery Saver zur Verfügung.

Screenshot #1

Screenshot #2

Screenshot #3

Screenshot #4

Bei aktivierter Stromsparfunktion erscheinen Statuszeile (und ggf. die Buttonleiste am unteren Rand) in orange. Ein letzter Tipp: setzen Sie in den PuTTy-Einstellungen unter Telnet den Telnet Negotiation mode auf Psssive.