2014-02-24

Und noch ein Appstore

Als Android-Entwickler hat man es ja nicht mit einem Appstore zu tun, sondern (wenn man möchte) mit einer ganzen Armada. Die brandneuen Nokia X wollen nicht via Google Play befüttert werden, sondern über einen Nokia-eigenen Laden. Wie vermutet, ist bei den Geräten Android zwar der Unterbau, wird aber nicht von Google-Diensten begleitet, sondern von Pendants von Nokia (Karten) und Microsoft (Suche, Cloudspeicher). Prinzipiell könnte das Konzept aufgehen – die Kindle Fire von Amazon dürfen in diesem Zusammenhang als gelungene Beispiele gelten. Ob die offenkundig anvisierten emerging markets Interesse an der neuen Gerätefamilie haben, muss die Zukunft zeigen. Auch, ob Entwickler willens sind, einen weiteren Store zu betanken und aktuell zu halten. Nokia hat jedenfalls schon seine Entwicklerseiten aktualisiert. Dort kann man seine App auf Kompatibilität testen und Erweiterungen zum Android SDK herunterladen.

Screenshot: Kompatibilitätstest für das Nokia X

Das Installieren der Erweiterungen für das Android SDK ist ausführlich beschrieben. Nach dem Laden der Pakete Nokia X System Image, Nokia X Device Definitions, Nokia X services und Nokia X USB Driver kann ein geeignetes AVD erzeugt werden. Offenbar nutzt das Nokia X ein Android 4.1.2 (API-Level 16), also ein frühes Jelly Bean.

Screenshot: Android Virtual Device Manager (Device Definitions)

Screenshot: Create new Android Virtual Device

Screenshot: Start des Emulators

Screenshot: Homescreen

Screenshot: Einstellungen

Screenshot: Kalender

Die Screenshots zeigen einen eigenen Look. Ich finde ihn ganz hübsch. Auf die Reaktionen der Tester und Käufer bin ich sehr gespannt. Wie bereits weiter oben angedeutet, scheint sich Nokia ein weiteres Standbein im Niedrigpreissegment schaffen zu wollen. Es bleibt spannend, wie nachhaltig dieses Engagement sein wird.

2014-02-14

SoftDroid oder DroidSoft: hat Microsoft Android-Ambitionen?

Derzeit wird sehr viel über ein Engagement von Microsoft bzgl. Android philosophiert. Noch gibt es kaum Fakten, aber viele Spekulationen. Nokia soll (vielleicht auf dem Mobile World Congress) ein Android-Smartphone vorstellen. Und Android-Apps könnten von Haus aus unter Windows und Windows Phone lauffähig werden. Ein Beitrag auf heise online stellt den aktuellen Stand schön dar.
Die “Gewinnmitnahme” in Gestalt eines Android-Telefons halte ich für plausibel; bestehende Hardware auf ein in Quellen vorliegendes System abzustimmen, stellt einen großen Konzern nicht vor Probleme. Allerdings glaube ich nicht, dass ein solches Gerät die ganze Bandbreite der Google Dienste nutzen wird. Immerhin hat Microsoft viele eigene Angebote. Dann aber steigt der Aufwand für die Entwicklung merklich an; hier müsste etliches an Programmierarbeit geleistet werden bzw. worden sein. Ars technica hat hierzu einen schönen Artikel. Die Gretchenfrage ist indes, ob sich für Microsoft der Aufwand lohnt.

2014-02-09

Evolution der Runtimes

Android hat seit jeher Dalvik an Bord. Diese virtuelle Maschine ist Register-basiert und war von Anfang an für (ressourcenärmere) mobile Geräte gedacht. In Android 2.2 hat Google ihr einen Just in time-Compiler zu Seite gestellt. Mit Android 4.4 kündigt sich nun eine neue Ablaufumgebung für Android-Apps an. ART (Android Run Time) muss derzeit in den Entwicklereinstellungen des Geräts aktiviert werden. Es wird vermutet, dass mit der nächsten größeren Android-Version Prime Time ist. Die Kernidee: Apps nicht zur Laufzeit in nativen Code zu übersetzen, sondern schon vorher. Vorher bedeutet hierbei während der Installation. In unzähligen Artikeln und Posts wird nun immer wieder darauf verwiesen, dass ART Android endlich zu DER maximalen Performance verhelfen werde. Lustig finde ich hierbei die geäußerte Enttäuschung darüber, dass das aktuell noch gar nicht so deutlich zu sehen ist. Kann es denn? Ohne Frage ist die Idee der vollständigen Vorabübersetzung sehr gut. Auch Microsoft geht diesen Weg, wenngleich Redmond die Apps vor der Auslieferung an das Smartphone in der Cloud übersetzt. Aber die ahead-of-time-Übersetzung der App ist doch nur ein (wenn auch wichtiger) Teilaspekt. Es darf nicht übersehen werden, dass Java- und Android-Apps auf Konzepte zurückgreifen, die sich eben nicht einfach in Maschinensprache übersetzen lassen, wie das Erzeugen und Freigeben von Objekten, das Verwalten und Aufräumen des Heaps... Das Wort Runtime macht eigentlich recht deutlich, dass die App weiterhin in einem Container ausgeführt wird.

2014-02-07

Und schon wieder ... TKWeek

Screenshot TKWeek mit Anzeige der Sommerzeit
Die Version 1.7.1 von TKWeek zeigt im Modul Informationen über ein Jahr nun auch Beginn und Ende der Sommerzeit an.